Zwei unterschiedliche Bauvorhaben in Loschwitz vor der Fertigstellung
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So schön kann es im Ortskern von Loschwitz sein, wie es auf dem Titelbild ein Blick zwischen die sanierten Häuser Friedrich-Wieck-Straße 17 und 19 zeigt. Bei einem Neubauprojekt nur ein Stück entfernt hat man einen ganz anderen Eindruck – untypische Häuser mit unproportionierten Fenstern und unpassenden Erkern. Fünfzehn Jahre kämpften Mitarbeiter der Stadtverwaltung, an dieser Stelle etwas dem Ort entsprechendes bauen zu lassen. Das Ergebnis ist ernüchternd.
Ein kleiner Park umgibt das Finanzministerium in der Stadtmitte. Es könnte passieren, dass demnächst das Gelände abgesperrt wird. Die Mitarbeiter des Ministeriums werden dann von Bürgern gebeten, vor Betreten des Finanzparks Eintrittsgeld zu zahlen.
Als der Elbhang-Kurier vor zwanzig Jahren gegründet wurde, war die Begeisterung über ein neues, eigenes Hang-Medium groß. Aber es gab auch Zweifler, ob genügend Stoff für eine Monatszeitung von Dauer vorhanden sei. „MUTBÜRGER“ überschreibt Peter Ufer seinen Leitartikel zu guten Gründen für eine Alternative zum Eintrittsgeld in Pillnitz. Die Ortsbeiräte der CDU sehen das anders und legen ihren Standpunkt auf Seite 4 dar.
Wieder beginnt ein Frühjahr, ohne dass der rechtselbische Radweg weitergebaut wird. Im Ortsamtsbereich Loschwitz mit seinen etwa zehn Flusskilometern ist von einem funktionierenden Radweg nur unterhalb der Elbschlösser und am Loschwitzer Pappelwäldchen zu sprechen. Der weitaus größte Teil ist ausgespült und verwandelt sich nach Regengüssen in Schlammpisten. Teilweise fährt man auch über Trampelwege auf der Wiese oder nutzt den Treidelpfad.
Der Auftritt des Direktors von Schlösser und Gärten, Herrn Beemelmanns im Frühjahr 2005, ist vielen noch in Erinnerung: Arrogant präsentierte er Pläne für einen Schlossparkeintritt und die schon gedruckten Flyer mit den Eintrittspreisen. Er kam damit nicht durch. Wenig später war sein Posten neu besetzt. Man denkt, die sächsische Staatsverwaltung hätte daraus gelernt. Aber sie ließ nur die Zeit spielen, um jetzt mit einer Entscheidung auf „Ministerebene“ den Landtag (vorerst) zu umgehen. Es ist vor allem wieder die Art, wie Entscheidungen gefällt werden, die viele jetzt wütend macht.
Von 1925 bis 1971 betrieb der Augenoptiker- und Uhrmachermeister Martin Winkler sein Geschäft im Haus Körnerplatz 2 gleich neben dem „Kaffee Winkler“. Als Zierde und zur Werbung ließ er eine Efesda-Uhr am Haus anbringen, die vielen Loschwitzern über Jahrzehnte die Zeit anzeigte.
Unser Titelfoto signalisiert: Nach dem Elbhang-Kurier kann man die (Jahres-)Uhr stellen. Das heißt zunächst – neben anderen Terminen –, das nächste Elbhangfest kommt gewiss! Das ist nicht selbstverständlich, wenn man den ehrenamtlichen Hintergrund für das schönste Dresdner Stadtteilfest bedenkt. Unter der Leitung von Volker Wenzel ist ein neuer Vereinsvorstand gefunden (S. 5), und das diesjährige Motto wird gewiss dessen Arbeit beflügeln. „Das ewig Weibliche, das uns zum Hang zieht“, hat viele Facetten (S. 8 – 10), keineswegs nur sinnliche (wie ängstliche Gemüter befürchten), sondern vielmehr künstlerische, musische, gestalterische.
Wer in diesem Jahr Weihnachtskrippen nicht nur im Stadtmuseum „schauen“ will (siehe S. 6), kann das auch – wie in jedem Jahr – in einigen Kirchen des Elbhangumfeldes tun. Zwar findet man in vielen häuslichen Weihnachtsstuben eine Krippe in den verschiedensten Ausprägungen, aber die Kirchenräume bieten – auch im Hinblick auf das gemeindliche Brauchtum – dafür einen besonderen Rahmen.
Dieser Elbhang-Kurier ist vor allem Menschen gewidmet, die sich für andere einsetzen – für ihre Kinder, für gemeinmützige Vereine, für die Kirchgemeinde. Er beginnt mit einem Beitrag über Annett Heinert, die als Elternsprecherin gemeinsam mit anderen für den Erhalt der 88. Mittelschule in Hosterwitz kämpft.
Mittwoch, 13. Juni: Press-Punkt Wachwitz
Ins Büro des Elbhang-Kuriers kommen Karl Richter und Tilmann Deutscher, um einen Beitrag über Rochwitz für die nächste Ausgabe zu besprechen. Im „Gepäck“ haben sie auch zwei Kisten mit unentwickelten Kleinbild-Negativrollen. Wir verabreden, die Bilder schnell entwickeln zu lassen und dann für einen Beitrag die Fotos gemeinsam zu kommentieren.